Die Charaktere
Garrett

"Manche Leute der Stadt sind reicher als ihnen gut tut. Zum Glück haben sie ja mich."

Nach seiner Entdeckung durch die Hüter mauserte sich Garrett von einem elternlosen Taschendieb zu einem unangefochtenen Meisterdieb, dessen Fähigkeiten die Stadt mehr als einmal vor dem Untergang bewahrt.
Artemus Angebot, den Hütern beizutreten, nachdem er Garretts Bedeutung erkannte, ermöglichte diesem eine Ausbildung in der Kunst, sich unbemerkt fortzubewegen. Uninteressiert in die Prophezeiungen und Arbeiten des Ordens, dessen Mentalität er niemals teilen konnte, entschied sich Garrett jedoch für einen anderen Weg und nutzte seine neuen Fertigkeiten von dort an zu kriminellen Zwecken. Dieses gefährliche Talent verstrickt ihn häufig in die Pläne und Machenschaften der einzelnen Fraktionen. Obwohl er den Hütern längst den Rücken zuwandte, hilft er ihnen dabei, die überhand gewinnenden Gruppierungen zu bekämpfen, indem er zeitweilig mit deren Gegnern arbeitet.
Dies führt sowohl zum Verlust seines rechten Auges, das als Energiequelle für ein Artefakt benötigt wird, als auch zum Gewinn eines besseren, mechanischen Auges von den Hammeriten, nachdem er ihnen beim Kampf gegen den Waldfürst beisteht.
Garrett ist ein mürrischer Einzelgänger, der keiner Religion folgt, sich nur aus Notwendigkeit mit einer Fraktion verbündet und sonst für alles und jeden nur zynische Kommentare und Spott übrig hat. Ob er nun seinem Geschäft als Meisterdieb folgt um an Geld zu kommen oder um das Gleichgewicht zu wahren, tut er das zumindest nach außen hin nur zur Sicherung seines eigenen Überlebens.
Auch wenn Garrett nicht viel auf die Prophezeiungen der Hüter gibt, deren Gefühle ihm gegenüber von stärkstem Misstrauen bis hin zu Freundschaft reichen, spielt er in ihnen stets eine tragende Rolle.



Hüter Artemus

"Einen Hüter zu sehen ist nicht leicht. Vor allem einen, der unbemerkt bleiben will."

Als Garrett auf Artemus trifft, hofft er auf gute Beute und versucht ihn zu bestehlen, wird dabei allerdings erwischt. Beeindruckt davon, dass der damals noch gewöhnliche Dieb ihn, einen Hüter, überhaupt bemerkt hatte, bringt Artemus ihn zu seinem Orden, welcher Garrett in der Kunst der Unsichtbarkeit ausbildet und ihm somit unbeabsichtigt eine richtige Karriere als Meisterdieb ermöglicht. Auch nach dessen Austritt verbindet sie eine Freundschaft und gegenseitiges Vertrauen, das es den Hütern ermöglicht, den Kontakt zu Garrett aufrecht zu erhalten. Artemus überbringt ihm mehrmals Nachrichten, Aufträge und zuverlässige Ratschläge und vermutet, dass der Dieb eine tragende Rolle in den Prophezeiungen spielt.



Viktoria

"Ich sinne nicht auf Rache. Die Erde ist meine Zeugin - Nun habt ihr meinen heiligen Eid darauf. Ich möge verflucht sein, wenn ich ihn breche."

Viktoria ist zwar in der Lage, die Erscheinung einer gewöhnlichen Frau anzunehmen, ist jedoch tatsächlich ein mächtiges, übernatürliches Wesen mit starker Verbindung zur Natur. Ihr Körper ähnelt einer Pflanze in seiner wahren Gestalt.
Als Constantines Assistentin kontaktiert sie Garrett kurz, nachdem dieser sich einen Ruf als Meisterdieb gemacht hatte, und setzt ihn für die Ziele der Heiden ein.
Nach der Vernichtung des Waldfürsten übernimmt Viktoria die Führung der verbliebenen Heiden und verbündet sich schließlich mit Garrett, um so ihren gemeinsamen Feind, die Mechanisten bekämpfen zu können.



Der Waldfürst

"Ich bin der Waldfürst, der Schwindler der Sagen. Seist du denn durstig, Fleisches Ding, so trinke von mir, seist du hungrig, so labe dich an mir, denn ich bin der Honigmacher und die Waldbeere."

Der Waldfürst ist ein altes, mächtiges Wesen mit starker Bindung zur Natur, das von den Heiden und Kreaturen wie den Affenbestien als Gottheit unter vielen Namen verehrt wird. Er verkörpert die Natur und verabscheut daher alle Arten von technischem Fortschritt, womit die Hammeriten seine erbittertsten Feinde sind.







Sheriff Gorman Truart

"Vagabunden, Abschaum, Huren. Alles brave Bürger, die niemand vermissen wird."

Sheriff Truart erhält im zweiten Teil der Serie die Befehlsgewalt über die Stadtwache und arbeitet eng mit den Mechanisten zusammen. Seine Amtszeit erschwerte den Dieben der Stadt das Leben zusätzlich, zudem wurde Truart dazu angeheuert, Garrett und auch die verbliebenen Heiden für seine Auftraggeber aus dem Weg zu schaffen. Er lässt sich mit Karras, dem Anführer der Mechanisten, auf krumme Geschäfte ein, ist wohlhabend und korrupt.




Lieutenant Mosley

"Ich frage mich, was wir hier noch sollen. Die Hälfte der Menschen, denen ich Befehle erteile, habe ich irgendwann schon einmal verhaftet."

Mosley ist eine fähige Offizierin der Stadtwache mit herausragenden Zeugnissen, deren frühere Erfolge ihr Respekt, Vertrauen und eine hohe Stellung einbrachten. Ebenso wie Lieutenant Hagen genießt sie Sheriff Truarts vollstes Vertrauen und wurde daher zu seiner Stellvertreterin ernannt.
Im Laufe von Truarts Karriere bröckelt dieses Vertrauen allerdings, da sie immer weniger Erfolge vorweisen kann und einige Befehle des Sheriffs derart in Frage stellt, dass es an Befehlsverweigerung grenzt. Seinetwegen zweifelt sie an der Gerechtigkeit der Stadtwache, die ehemalige Kriminelle einstellt während sie Gruppen wie die Heiden erbarmungslos jagt.
Der Auftrag zur Beseitigung der Heiden wurde auf ihren Wunsch hin auf sie übertragen.



Karras

"Und der Erbauer stand auf dem Boden und er sah, dass der Boden gut und rein war. Kein Gras besudelte seinen Weg, nicht das kleinste Unkraut trübte seinen Blick."

Als ehemaliger Hammerit, der Garretts mechanisches Auge konstruiert hat, schafft Karras eine erfolgreiche Splitterglaubensgruppe, die sich die Mechanisten nennt. Als selbsternanntes Glaubensoberhaupt verfasst er die "neuen Glaubenssätze des Erbauers" und verfolgt in der Überzeugung, im Dienst des Erbauers zu handeln, noch radikalere Ziele als die Hammeriten. Nach außen hin unterstützt er die Stadt, seine Bürger und ganz besonders den Adel mit den technischen Errungenschaften seines Ordens, doch selbst seinen Glaubensbrüdern vertraut er nicht alles an. Tatsächlich sieht er diese mit der Zeit als so unzuverlässig an, dass er sich vollständig in eine Schutzkammer zurückzieht.
Mit seiner Ausstrahlung, seinen Maschinen, seiner Gerissenheit und seinem gnadenlosen Fanatismus ist Karras eine große Bedrohung für das Gleichgewicht, das die Hüter bewahren.



Caduca

"Mein Herz ist verstummt,
Mein Atem vergeht.
Mit den Augen ihr den Anbruch
Des metallenen Zeitalters seht."


Deuterin Caducas Aufgabe besteht darin, die Glyphen-Prophezeiungen der Hüter vorzulesen, sodass das Mädchen Gamall sie in normale Sprache übersetzen und die restlichen Hüter aus den oft poetisch klingenden Versen die Zukunft deuten können. Sie ist erblindet und liest die Glyphen daher mit ihren Händen, was stark an ihren Kräften zehrt und sie schneller altern lässt. Ihr Aussehen lässt also nicht auf ihr tatsächliches Alter schließen, angeblich ist sie aber eine der jüngsten Deuterinnen, die der Orden je hatte.



Gamall

"Ich werde das Ungesehene sehen und die Wahrheit sprechen."

Wann immer Caduca aus den Prophezeiungen vorliest, ist es Aufgabe des Mädchens Gamall, die fremde Sprache der Glyphen für die Hüter zu übersetzen. Da Caducas Kräfte sich in absehbarer Zeit dem Ende zuneigen, soll Gamall mangels Alternativen eines Tages ihre Nachfolgerin werden, wobei die Hüter wegen ihrer begrenzten Erfahrung und ihres geringen Alters sehr besorgt sind.




Hüter Orland

"Wir müssen abwarten und beobachten. Die Bedeutung der Prophezeiung wird deutlich werden... mit der Zeit"

Orland wird vom Rat der Hüter im dritten Teil der Serie zum ersten Hüter gewählt. Nur auf Drängen Caducas hin lässt er sich widerwillig dazu überreden, mit Garrett zusammenzuarbeiten und ihm Zugang zu den Bibliotheken der Hüter und den Prophezeiungen zu erlauben, in denen sie ihm eine wichtige Rolle zuspricht. Unter anderem wegen seines Verrats traut Orland ihm allerdings nicht und behält ihn im Auge.
Im Gegensatz zu Garrett ist er sehr vorsichtig und hält es für einen Fehler, sich zu sehr in die Prophezeiungen einzumischen.



Die Hexe

"Wo bist du, wo bist du, kleine Miss Ann? Ich koche im Topf schon mit Seamus und Sam."
- Kinderreim


Das auch "graue Frau" genannte Phantom ist eine Gestalt aus Kindergeschichten und –reimen, auf deren Wahrheitsgehalt allgemein wenig gegeben wird. Der Mythos entstand durch eine Reihe ungeklärter Serienmorde, bei denen die Opfer gehäutet wurden oder spurlos verschwanden. Ihr Ruf als kinderfressendes Märchenmonster erschwert dem Hammerit Inspektor Drept, der als einziger von ihrer Existenz überzeugt ist, die Suche nach ihr erheblich. Drept verfolgte sie sein ganzes Leben lang erfolglos, seit er sie in seiner Kindheit in der Shalebridge Wiege gesehen hatte. Damals entführte und ermordete die Hexe seine Freundin Lauryl, für deren Tod er dem Monster Abrechnung schwor.
Ihre Opfer ermöglichen es ihr, deren Formen anzunehmen und nicht weiter zu altern. Davon abgesehen besitzt sie die Fähigkeit, Steinstatuen zum Leben zu erwecken und ihnen Befehle zu erteilen, was Garrett erfahren muss, als sie ihn zu ihrem nächsten Opfer auserkort.
geschrieben von Sercil
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